Sofalesungen

Olga Lakritz
«so öppis wie d wahrheit»

© Nele Visschers

Bern

So 31.05.2026 17:00 Uhr

zu Gast bei Kilian Meyer, Viktoriarain 6, 3013 Bern

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

Olga Lakritz

geboren 1995, aufgewachsen in der Stadt Zürich, hat einen grossen Teil ihrer Jugend auf Spoken-Word-Bühnen verbracht und wurde unter anderem Schweizermeisterin in der Kategorie U20. Nach einem Studium am Schweizerischen Literaturinstitut erschien 2023 ihr Debütroman "Das Ampfermädchen" im Geparden Verlag. "so öppis wie d wahrheit" ist ihr erster Roman auf Mundart. Sie wohnt in Biel.


Moderation:

Swassthi Sivasanmukanatha Sarma

 ஸ்வஸ்தி சிவசண்முகநாத சர்மா / Swassthi Sivasanmukanatha Sarma  (sie/ihr) lebt in Zürich und ist freie Autorin, kritische Denkerin und intersektionale Aktivistin. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Forschung, künstlerischer Praxis und politischer Bildung. Sie schreibt und lehrt zu Themen wie chronische Krankheit, anti-tamilischer Rassismus, intersektionaler Feminismus, Zugänglichkeit und Relaxed Performance sowie Queerness – stets mit dem Fokus darauf, wie Machtstrukturen den Alltag prägen. 

Ihr Schreiben und ihr politisches Engagement sind zugleich direkt und persönlich, oft verwebt sie Theorie, gelebte Erfahrung und kritische Reflexion miteinander. Sie hat Soziologie, Philosophie und Wirtschaft in Zürich und Basel studiert und verbindet ihren akademischen Hintergrund weiterhin mit aktivistischen und künstlerischen Kontexten. 

«so öppis wie d wahrheit»

Ein linker Aktivist kommt ums Leben. Sein Umfeld verdächtigt die Polizei, es kommt zu Demonstrationen und Unruhen, mittendrin: die Partnerin des Aktivisten. Der Tod ihres Freundes wirft die Ich-Erzählerin aus der Bahn, sie zieht sich zurück, ihre Erinnerungen verwischen – und offen bleibt, was sie vom Geschehen mitbekommen hat.


„so öppis wie d wahrheit“ ist nicht nur ein bewegender Bericht über Polizeigewalt, linke Milieus und das Anderssein, sondern genauso über die Suche nach einer besseren Gesellschaft, die Ambivalenz von Beziehungen und die Schwierigkeit, sich mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten auseinanderzusetzen. Wie Olga Lakritz in diesem Mundart-Roman das Private mit dem Politischen verschränkt, ist grosse Erzählkunst.

 

© Paula Troxler

anenand grate und genauso wider usenand: eusi läbe händ sich gstreift für en moment. din blick isch kantig gsi vo afang a, en blick, als chönntisch du dur mich dure luege und gseh, was hinder mir liit. und das, wo i mir liit.

so öppis wie d wahrheit, S. 3, Der gesunde Menschenversand 2025

Was bedeutet es für dich, ein Buch zu schreiben?

Viel Schabernack anzetteln, den ich dann ewig lange wieder bearbeiten und löschen muss.


Welches Buch hat dich besonders geprägt?
Marlen Haushofer - Die Wand


Welches Buch würdest du dir am liebsten vorlesen lassen? Und von wem? 

Hauptsache, jemand liest vor und ich kann die Augen zumachen. 

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