Sofalesungen

Selma Kay Matter: Lesung und Gespräch

© Lee Everett Thieler

Bern

So 17.09.2023 17:00 Uhr

zu Gast bei queer-feminnistischer Raum, Reitschule Bern, 3011 Bern

Eintritt

Zahl, was Du magst (Richtpreis: 10.- / 20.- / 30.-)

Selma Kay Matter, Autor*in des Theaterstücks «Grelle Tage», das im September in der Buchreihe Suhrkamp Theater erscheint, bringt für die erste Berner Sofalesung der Saison einen Text im Entstehen mit. Matter untersucht im autotheoretischen Text «Unter den Wellen» mit Sorgfalt und Witz, wie sich Behinderung, Transformationen und Begehren im heteropartriarchalen Kapitalismus überschneiden und aufeinander einwirken. Der Text hangelt sich der Krankheitsgeschichte, beziehungsweise der Genesungsodyssee einer Figur entlang und lässt diese in einen Dialog treten mit den Erfahrungen und Positionen anderer. Matter collagiert die Erzählung mit popkulturellen Referenzen und Zitaten aus Krankenakten, Memoirs, Lyrik, queer-feministischen bzw. crip-theoretischen Texten. «Unter den Wellen» erscheint im Herbst 2024 als Buch bei Hanser Berlin. Das Gespräch mit Selma Kay Matter wird von Künstler*in und Autor*in Ali Rose-May Monod geführt.

Kay Matter

geboren in Zürich, studiert Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, davor Literatur, Theater und Philosophie an der Universität Hildesheim. Matter ist Autor:in der Theaterstücke "Alice verschwindet", "Alias Anastasius" und "Grelle Tage", letzteres erschien 2023 im Suhrkamp Theaterverlag und wurde mit dem Hans-Gratzer-Preis 2022 und dem Nestroy-Preis 2023 in der Kategorie »Beste:r Nachwuchs« ausgezeichnet. Muskeln aus Plastik ist Kay Matters erstes Prosawerk.


Moderation:

Ali Rose-May Monod

«Grelle Tage»

Kay Matter beschreibt unsere Welt als eine, die sich unaufhaltsam in Bewegung versetzt hat. Für diese neue, beängstigende Mobilität und Deformation findet er eine virtuose Erzählform, in der sämtliche Schauplätze (des Zutagekommens und Verschwindens) parallel auftreten – verbunden durch den Hund, der sich auflöst, und die Sprache mit ihm. Mit Empathie, Leichtigkeit und leisem Humor zeigt Kay Matter unsere Welt in einer Selbstzersetzungsdynamik, die von der Zukunft nicht mehr aufzuhalten ist.

© Paula Troxler
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