Sofalesungen

Julia Sutter
«Und das wäre erst der Anfang»

© Hanes Sturzenegger

Allschwil

So 27.09.2026 17:00 Uhr

zu Gast bei Astrid Kaiser, Oberwilerstrasse 24, 4123 Allschwil

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

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Julia Sutter

Julia Sutter, geboren 1987, lebt mit ihrer Familie in St. Gallen. Sie absolvierte den Bachelor in Literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Zur Förderung ihrer literarischen Projekte und für die Arbeit an »Und das wäre erst der Anfang« erhielt sie Atelierstipendien sowie Werkbeiträge von Stadt und Kanton St. Gallen. Neben dem Schreiben arbeitet sie in der Abteilung Kommunikation der reformierten Kantonalkirche.

Moderation:

Sandra Engelbrecht

Sandra Engelbrecht lebt als Autorin, Schreibpädagogin und -therapeutin in Basel. Sie leitet Creative Writing Workshops und Lesezirkel, bietet biografische Coachings an, arbeitet als Werbetexterin und ist an der Kantonsbibliothek Liestal tätig. Zudem leitet sie die Recherchegruppe am Theater Süd, ist Co-Präsidentin des Autor:innen-Netzwerks «lokal lesen» und Co-Autorin eines Romanprojekts.

«Und das wäre erst der Anfang»

In den Wäldern sterben die Fichten. Krystina zählt mit ihrer Chefin die toten Bäume und erstellt eine Statistik, die Klimakrise und Spätfolgen von Monokulturen deutlich macht. Sie ist 27 und steckt mitten in ihrer Masterarbeit. Und vor Kurzem ist ihre Mutter gestorben.

Es gibt kein Skript für den Tod der eigenen Mutter, keine Verhaltensregeln. Und es gibt weder richtiges noch falsches Trauern. Krystina klammert sich an Vergangenes, versucht verzweifelt, die Familie zusammenzuhalten und das Auseinanderdriften der vier Schwestern zu verhindern. Doch alle scheinen sich immer weiter von ihr wegzubewegen. Während Lisa in die nächste Schwangerschaft flüchtet und Agnes ans andere Ende der Welt, verschwindet Zischge in ihrem Labor. Und Krystinas Freund Maurin wickelt sich nachts so fest in seine Decke ein, dass sie ihn nicht mehr erreichen kann. So durchkämmt sie Wälder, zählt sterbende Fichten und kehrt zurück ins Haus ihrer Kindheit. Dort wird sie wieder zum Kind, weil sich damals alles noch so leicht angefühlt hat, weil das Gefühl, einen Hang hinunterzurennen, im Erwachsenenalter verloren geht. Doch die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Julia Sutter erzählt die Geschichte einer Person, die akzeptieren muss, dass das Leben im Privaten wie im Globalen nur eine Richtung kennt: vorwärts.
© Paula Troxler

Meine ganze Jugend lang hatten die Träume, egal wovon sie handelten, in regelmässigem Abstand in unserem Garten in Kalk geendet, im Schatten der silbrigen Birke. 

Und das wäre erst der Anfang, S. 15, Frankfurter Verlagsanstalt 2026

Welches Buch würdest du am liebsten vorlesen?

Ronja Räubertochter. Wir haben unseren Kindern schon die allermeisten Astrid Lindgren Bücher vorgelesen, aber die Wilddruden sind ihnen bis jetzt noch zu unheimlich. Lange kann es aber nicht mehr gehen, bis es so weit ist!

Was bedeutet es für dich, ein Buch zu schreiben?

Die Möglichkeit, als Erwachsenene das Spielen fortzusetzen.

Welches Buch hat dich besonders geprägt?

Insel der blauen Delfine von Scott O'Dell. Ein Jugendbuch, das mir vor zwei, drei Jahren zufällig wieder in die Hände gekommen ist, und eine wunderbare Geschichte ganz einfach und dringlich erzählt - so möchte ich möglichst auch schreiben können.

Wir sind Teil von KulturPLUS1. Wenn du eine unterstützende Begleitung für eine Lesung suchst, melde dich bis eine Woche vorher und reserviere dir eine PLUS1 Eintrittskarte (+41763615973 | info@sofalesungen.ch). Zur Karte vermitteln wir dir eine:n Kulturbegleiter:in als Assistenzperson.

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