Sofalesungen

Julia Rüegger
«einsamkeit ist eine ortsbezeichnung»

© Maria Patzschke

Riehen

So 10.09.2023 17:00 Uhr

zu Gast bei Sigrid

Eintritt

Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 CHF


In Kooperation mit dem Literaturhaus Basel und dem Kulturbüro Riehen.

Es gibt einen Lift im Haus, das Badezimmer ist nur eingeschränkt rollstuhlgängig.


Wir sind Teil von KulturPLUS1. Wenn du eine unterstützende Begleitung für eine Lesung suchst, melde dich bis eine Woche vorher und reserviere dir eine PLUS1 Eintrittskarte (+41763615973 | info@sofalesungen.ch). Zur Karte vermitteln wir dir eine:n Kulturbegleiter:in als Assistenzperson. Weitere Infos gibts unter www.kulturplus1.ch.


Julia Rüegger

geboren 1994 in Basel, studierte literarisches Schreiben, Theater und Philosophie in Hildesheim, Biel und Madrid. Sie schreibt Lyrik, Essays und Prosa und hat in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, u.a. in den aktuellen Ausgaben der Literaturzeitschriften "Glitter und Perspektive" und im "Jahrbuch der Lyrik 2022". Ihr Lyrikdebüt "einsamkeit ist eine ortsbezeichnung" erscheint im Herbst 2023 bei schiler & mücke.

Moderation:

Nick Lüthi

«einsamkeit ist eine ortsbezeichnung»

unsere fingerabdrücke sind im transit hinterlegt

​im zoll von einem niemandsland ins nächste


Im Lyrikdebüt der Basler Autorin treten mitunter auf:

​Schaukelstühle

​Glasaugen

​Schweinherzen

​die Öffnungszeiten des Gehirns

​der Kopf: ein Landhaus im Regen


Der Band wagt eine Inventarisierung unter unsicher gewordenen Besitzverhältnissen; ​zum Beispiel von urbanen Räumen, in die sich Wildnis eingeschrieben hat; Bienenhotels, Drohnen und Essiggestrüpp, und Traumlandschaften, in denen sich die Zeitzone verschiebt. ​Es geht um den Versuch, ein Liebesgedicht anatomisch zu schreiben, um Jahresringe und um Wachstumswellen. Immer in Kleinschreibung, mal nur vier Zeilen lang und dann wieder in zyklische Formen gegossen, reisen die Gedichte durch unterschiedliche Zonen; versuchen Momentaufnahmen in Form sprachlicher Polaroids – mal lakonisch und abgründig, mal haarig und zart.

© Paula Troxler

Wann ist ein Buch ein Buch?

​Wenn es kursiert, durch unterschiedliche Hände geht, wenn es verschlungen, angetippt, ge-eselohrt und mit Bleistift vollgekritzelt wird oder durch Bibliotheken und Hinterhöfe geistert. Wenn es ebenso gut unterm Weihnachtsbaum wie in Bücherschränken landen könnte.


Welches Buch hat dich besonders geprägt?

​"Wider die Natur" von Tomas Espedal. Ich habe es Anfang 2016 entdeckt und obwohl ich seither viele andere gute Bücher gelesen habe, ist mir "Wider die Natur" immer noch besonders nah, sowohl thematisch als auch was die Form und die darin ausgedrückte Haltung zum Schreiben angeht.


Auf welchen Drink würdest du deine*n Lieblingsautor*in gerne einmal einladen?

​Auf einen sehr, sehr grossen Negroni. Und dazu hätt ich gern Bruschetta oder Trammezini, damit ich nicht zu schnell betrunken wäre und die Hälfte der Begegnung später nicht nur verschwommen in Erinnerung hätte.

Alle Sofalesungen
Julia Trachsel
«Alles in allem»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Riehen
Janica Irina Madjar
«Den Berg auf der Zunge»
So 15.11.2026 17:00 Uhr
Basel
Simone Weinmann
«Im Winterschlaf besuche ich den Mars»
So 22.11.2026 17:00 Uhr
Laufen
Martina Caluori
«Schatten der Pinus»
So 06.12.2026 17:00 Uhr
Basel
Veronika Zorn
«Notizen von der linken Hand»
So 31.01.2027 17:00 Uhr
Basel
Claudio Losa
«Padre e figlio»
So 18.10.2026 16:00 Uhr
Bellinzona
Fork Burke
«ALITHEA»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Bern
Simon Beuret
«Flèche»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Cortébert
Yari Bernasconi & Anita Rochedy
«La Maison vide»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Genève
Workshop in Biel
Fotografieren von Literaturveranstaltungen
Fr 23.10.2026 13:30 Uhr
Bern