Sofalesungen

Joanna Yulia Kluge
«David Pablo»

© Nele Visschers

St. Gallen

So 02.11.2025 17:00 Uhr

zu Gast bei Ute, Konkordiastrasse 27, 9000 St. Gallen

Eintritt

Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-); GdSL-Mitglieder: gratis

Joanna Yulia Kluge

Joanna Yulia Kluge (*1987 in Budyšin [Bautzen], Freistaat Sachsen) ist Autorin, Slampoetin und spielt Fußball in der Schweizer Literatur Nationalmannschaft. Ihr Schreiben bewegt sich zwischen Lyrik und Prosa und befasst sich mit Themen wie Identität, Narration sowie der Dichotomie zwischen Kultur und Natur. Joanna Yulia Kluge lebt seit ihrer Jugend in Solothurn. »David Pablo« ist ihr literarisches Debüt.

Moderation:

Hanna Widmer

«David Pablo»

»Ich habe dich im Wasser stehen sehen – und dir einen Namen gegeben...« – dies sagt die namenlose Protagonistin am Anfang zu David Pablo, und sie beginnt, ihm ihre Geschichten zu erzählen. Malena, ein Sinti-Mädchen im Schatten des Holocaust (Porajmos), Susa, die in der DDR zur Abtreibung gedrängt wird und Una, die den Schrecken des Jugoslawienkriegs überlebt. 

In »David Pablo« verknüpft Joanna Yulia Kluge diese Geschichten zu einem vielschichtigen Bild der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung und stellt dabei die Fragen: Was ist natürlich, was ist künstlich? Wo beginnt Freiheit, und wann wird sie genommen? Was bleibt verborgen, was tritt ans Licht, verleiht uns eine neue Gestalt und die Fähigkeit zu sprechen oder lässt uns schweigen? »David Pablo« ist ein ebenso filigraner wie facettenreicher Roman über transgenerationale Traumata, Identität und die Widerständigkeit des Lebens selbst.

© Paula Troxler

Du wippst auf und ab wie das Leben um dich herum. Aber tief in dir drin, da ist es Nacht, auch wenn dort dein Lebensgeist im Verborgenen brodelt. Das Außen dringt nur als Abbild zu dir durch. 

David Pablo, S. 5, lectorbooks 2025

Was bedeutet es für dich, ein Buch zu schreiben?
Viele Stunden mit mir allein (kann anstrengend sein). Aber dieser Sog, wenn es flowt –
dieses Sein im Nichtsein mag ich sehr. Ein Abtragen, aber auch ein Fragen.


Welches Buch hat dich besonders geprägt?
Ich denke, Der Vorleser von Bernhard Schlink – da dachte ich zum ersten Mal: So schreiben können, ja – das wär was.
Und dann folgten viele andere, bei denen ich mir dachte: So schreiben können, ja – das wär was.


Welches Buch würdest du dir am liebsten vorlesen lassen? Und von wem?
Die Tribute von Panem, von Maria Koschny gelesen – oh! Schon passiert.

In Kooperation mit der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur. 

Alle Sofalesungen
Micha Friemel
«Ausser mir»
So 08.11.2026 17:00 Uhr
St. Gallen
Claudio Losa
«Padre e figlio»
So 18.10.2026 16:00 Uhr
Bellinzona
Fork Burke
«ALITHEA»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Bern
Julia Trachsel
«Alles in allem»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Riehen
Simon Beuret
«Flèche»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Cortébert
Yari Bernasconi & Anita Rochedy
«La Maison vide»
So 18.10.2026 17:00 Uhr
Genève
Workshop in Biel
Fotografieren von Literaturveranstaltungen
Fr 23.10.2026 13:30 Uhr
Bern
Janica Irina Madjar
«Den Berg auf der Zunge»
So 25.10.2026 17:00 Uhr
Zürich
Aidin Halimi
«In den Flügeln das Licht»
So 25.10.2026 17:00 Uhr
Zürich
Liliia Zhernov & Daniel Henseler
«Butter Me Up! Lull mich ein!»
So 25.10.2026 17:00 Uhr
Zürich