Sofalesungen

Martina Caluori
«Schatten der Pinus»

© Michel Gilgen

Niederteufen

So 06.09.2026 17:00 Uhr

zu Gast bei Beatrice, Rütiholzstrasse 9d, 9052 Niederteufen

Eintritt

Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-) / GdSL-Mitglieder gratis

Martina Caluori

Martina Caluori ist Lyrikerin und Autorin. Nach ihrem ersten Lyrikband Frag den Moment (2019) erschienen weitere Lyrik- und Prosawerke, zuletzt der Gedichtband mit Audiowerk Ich weine am liebsten in Klos (2023, lectorbooks). Ihre Texte führten sie an Festivals und Veranstaltungen im In- und Ausland. Für ihren Debütroman Schatten der Pinus (2026, lectorbooks) erhielt sie den Literarischen Werkbeitrag der Stadt Chur sowie den Grossen Werkbeitrag des Kantons Graubünden.

Moderation:

Anna Ospelt

ist Autorin, Leiterin von Schreibwerkstätten, freischaffende Mentorin und Lektorin. Zuletzt erschien ihr Buch «Frühe Pflanzung» im Limmat Verlag. Anna Ospelt lebt in Vaduz.

«Schatten der Pinus»

Schatten der Pinus führt auf einen fast verlassenen Campingplatz am Meer, wo Menschen mit Verlust, Erinnerung und den Bruchlinien ihrer Herkunft leben. Zwischen Kiefern (Pinus) und Gischt begegnen sich Figuren, die vom Tod, von Kriegen, religiöser Prägung und familiären Wunden gezeichnet sind.

In poetischen, fragmentierten Bildern entfaltet sich ein vielstimmiges Geflecht aus Beziehungen und Erinnerungen. Caluori verbindet erzählerische Passagen mit lyrischen und mehrsprachigen Einschüben und schafft so einen Roman über Heimatlosigkeit, Migration, Identität und die Nachwirkungen vergangener Generationen. Schatten der Pinus erzählt leise und eindringlich von den Umbrüchen unserer Zeit – und vom Widerstand der Natur gegen das Vergessen.

© Paula Troxler

Die Bilder in ihrem Kopf verdichten sich. Nebelverhangene Blöcke drängen sich langsam in den Raum, Bäume beginnen, sich in Silhouetten zu wandeln, während sich Schleier in Nebel auflösen. 

Schatten der Pinus, S. 66, lectorbooks 2026

Wann ist ein Buch ein Buch?
Vielleicht dann, wenn zwischen Sätzen etwas entsteht, das keiner von ihnen allein tragen könnte. Und wenn es aufhört, nur der Person zu gehören, die es geschrieben hat.


Welche Fragen würdest du deiner Lieblingsautor:in gerne stellen?
Was hast du nicht geschrieben? Und was musstest du beim Schreiben vergessen?


In welchem Buch wärst du gern mit dabei?
Vielleicht in keinem. Am Lesen gefällt mir gerade diese unmögliche, zarte Form der Anwesenheit: anderswo zu sein, ohne dort zu sein.

In Kooperation mit der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur. 

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