09.11.2016 von Sebastian Hoogenberk

Kunst meets Lyrik

3 Fragen an: Anuk Miladinovic

(c) Anuk Miladinovic

Salopp gesagt, machst du die Kunst zur Lyrik, wenn "meine drei lyrischen" ichs am 12. November in Basel sind. Hast du bereits früher mit lyrischen Texten gearbeitet und wie gehst du diese Arbeit an?
Es ist das erste Mal, dass ich mit vorgegebenen lyrischen Texten arbeite. Das ist nicht nur neu, sondern auch herausfordernd und sehr interessant. Erst habe ich die Texte gelesen und mit den AutorInnen besprochen, dann recherchiert und Skizzen erstellt. Ich habe zur Stimmung und den Inhalten der Gedichte Bilder entwickelt, die hinter den Lesenden an die Wand projiziert werden. Ausserdem werden die AutorInnen unter meiner Anleitung subtile Handlungen ausführen.

Die Autor*innen setzen sich also nicht einfach hin und lesen ihren Text vor. Warum machst du das?
Der performative Charakter einer Lesung - auftreten auf die Bühne, vortragen, abgehen - hat mich veranlasst, das, was schon gegeben ist, durch bewusste künstlerische Entscheidungen zu verfeinern.

Wie wirken Text und Kunst zusammen?
Die Texte erzeugen selbst eine Stimmung, die ich mit Video, Ton, Licht und Performance unterstütze und ergänze. So wird die Veranstaltung zu einem Ganzen, bestehend aus den Elementen der Beteiligten und dem Ablauf einer Lesung.

Anuk Miladinovics Werk ist Teil der Veranstaltung mit der Lesereihe meine drei lyrischen ichs am Samstag, 12. November im Ausstellungsraum Klingental.

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