Die Idee

(c) Mirko Kienle

Sofalesungen.ch bringt Literatur nach Hause: Die öffentlichen Lesungen in privaten Räumen sind persönlich, originell und unkonventionell. Sie finden in WG-Wohnzimmern, Ateliers, Hinterhöfen oder Schrebergärten statt und bringen lesende und schreibende Menschen zusammen. Das kuratierte Programm präsentiert Autorinnen und Autoren aus der Schweiz und anderswo mit einem speziellen Fokus auf überzeugende Prosa-Debüts. Die Gastgeberinnen und Gastgeber sind Leute wie du und ich, leidenschaftliche oder verhinderte LeserInnen, Professorinnen und Müllmänner. Durch den direkten Kontakt zwischen AutorInnen und Publikum entsteht eine einzigartige Atmosphäre und jede Lesung ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Zu einer Lesung gehört ein Text, ein Autor oder eine Autorin und natürlich das Publikum, daran halten wir fest. Doch die Möglichkeiten innerhalb dieses Rahmens sind vielfältig. Im persönlichen Rahmen einer Sofalesung lässt es sich optimal mit dem Format Lesung experimentieren, dessen Möglichkeiten und Grenzen spielerisch bis poetisch ausloten: Mal wird eine Moderation gewürfelt, mal kommen Musikinstrumente dazu, mal verschwimmen die Genregrenzen von Lyrik und Prosa. Das Ziel ist immer, Literatur lebendig zu vermitteln und Leselust zu schüren. Die Experimente, die funktionieren, behalten wir nicht für uns, sondern geben sie frei. Sie sollen – ganz open source – allen Interessierten zum Nachahmen und Weiterentwickeln zur Verfügung stehen.

Die Idee der Sofalesungen hat ihren Ursprung im Format «Zwischen/Miete» des Literaturbüros Freiburg i. Br. Das Literaturhaus Basel hat die Idee im Herbst 2014 aufgenommen. Weil das Format bei den Gästen, den GastgeberInnen wie auch den auftretenden AutorInnen so gut ankam, beschloss der Förderfonds Engagement Migros 2015, die Initiative als dreijähriges Pionierprojekt schweizweit zu lancieren. Schweizweit heisst im Moment noch, dass in den Städten Basel und Zürich sowie an verschiedenen Orten des Kantons Aargau und der Zentralschweiz Sofalesungen stattfinden.

(c) Ben Koechlin