Sofalesungen

Çiğdem Akyol
«Geliebte Mutter – Canım Annem»

© Heiko Fischer

Luzern

So 12.04.2026 17:00 Uhr

zu Gast bei Ateliergemeinschaft Brandgässli 13, Gabi Kopp & Luzia Inderbitzin, Brandgässli 13, 6004 Luzern

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

in Zusammenarbeit mit istanbuluzern und lit-z

Çiğdem Akyol

Çiğdem Akyol, geboren 1978 in Herne, studierte Osteuropäische Geschichte und Völkerrecht in Köln, mit Stationen in Russland. Nach dem Besuch der Berliner Journalisten-Schule war sie Redakteurin bei der taz in Berlin. Anschließend war sie Korrespondentin für die österreichische Nachrichtenagentur APA in Istanbul, von wo sie auch über den Putschversuch 2016 berichtete. Die Journalistin berichtete u.a. auch für Zeit Online, die FAZ, die NZZ und ntv.de. Von ihr erschienen sind u.a. Erdoğan. Die Biografie (Herder, 2016) undDie gespaltene Republik. Die Türkei von Atatürk bis Erdoğan (S. Fischer, 2023). Derzeit arbeitet sie als Reporterin Internationales für die Wochenzeitung in Zürich. Ihre Bücher und Texte wurden für den österreichischen Wissenschaftspreis, den NDR-Sachbuchpreis und den deutschen Reporterpreis nominiert. Geliebte Mutter – Canım Annem, ihr erster Roman, war in der Endrunde des Mara-Cassens-Preises und ist für den Uwe-Johnson-Förderpreis 2025 nominiert.

Moderation:

Anna Chudozilov

(*1979) ist als freie Journalistin und Texterin tätig sowie als Dozentin für Kommunikation an der Hochschule Luzern. Mit Çiğdem Akyol verbindet sie die (durchaus ambivalente) Liebe zu Istanbul.

«Geliebte Mutter – Canım Annem»

Als Aynur mit Alvin verheiratet wird, blühen in Istanbul die Tulpen. Aynur ist 19 Jahre alt, trägt gerne Schlaghosen und taillierte Blusen und hat für Frauen mit Kopftuch nur Spott übrig. Alvin, ungebildet und aus frommer Familie, arbeitet in Deutschland unter Tage. Almanya ist eine Verheissung, die Aynur nie gelockt hat, doch ihr Bruder will sie aus dem Haus haben und sie muss sich fügen.

Die Geschwister Meryem und Ada sind längst erwachsen, als ihr Vater Alvin stirbt. Für sie ist es ein glücklicher Tag. Zu tief sind die Wunden, die ihnen beide Eltern zugefügt haben. Meryem und Ada versuchen, die vielen zerrissenen Leben ihrer Mutter zu verstehen. Und ihr am Ende zu vergeben.

© Paula Troxler

Ein lautes Stöhnen hat kein Gewicht. Es ist wie eine Feder, die vom Himmel fällt und von Laub verschüttet wird. Es geht unter. 

Geliebte Mutter, S. 132, Steidl 2024

In welchem Buch wärst du gern mit dabei?

"Menschen im Hotel" von Vicki Baum

​

Welches Buch würdest du niemals in der Tram lesen? 

Schwierig. Rechte Literatur lese ich ohnehin nicht, ansonsten fällt mir kein Buch ein, welches ich so unangenehm finde, dass ich es verstecken würde.

​

Welches Buch/Werk hat dich besonders geprägt?

Hans Fallada "Jeder stirbt für sich allein"

In Kooperation mit dem Literaturhaus Zentralschweiz.

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